STADA Arzneimittel AG / Unternehmensrestrukturierung
28.09.2007
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
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Der Vorstand der STADA Arzneimittel AG hat heute, am 28.09.2007, eine
umfassende Restrukturierung von Teilen des deutschen Generika-Vertriebs
eingeleitet und den Betriebsrat und alle davon direkt betroffenen
Mitarbeiter über die vorgesehenen Maßnahmen informiert.
Die eingeleitete Restrukturierung ist gestern vom Aufsichtsrat genehmigt
worden und soll noch in 2007 abgeschlossen werden. STADA erwartet in diesem
Zusammenhang aus heutiger Sicht einen Einmalaufwand von insgesamt ca. 29
Mio. EUR vor Steuern bzw. ca. 18 Mio. EUR nach Steuern, der weit
überwiegend im 3. Quartal 2007 anfallen wird. Dieser einmalige
Restrukturierungsaufwand wird gemäß IFRS in der Gewinn- und Verlustrechnung
des STADA-Konzerns als eigene Linie unterhalb des operativen Ergebnisses
dargestellt, das damit von den Belastungen aus der Restrukturierung nicht
betroffen sein wird.
Im Rahmen der Restrukturierung sollen 230 Arbeitsplätze in den
arztbezogenen Außendiensten und den dazugehörigen Vertriebsfunktionen der
beiden deutschen STADA-Vertriebsgesellschaften STADApharm GmbH und STADA
Medical GmbH auf eine Tochtergesellschaft der pharmexx GmbH, Hirschberg,
übertragen werden. pharmexx ist ein seit Jahren im Markt etablierter
Anbieter von pharmazeutischen Außendiensttätigkeiten für Dritte auf Zeit
und gegen Gebühr (so genannter Leasing-Außendienst). STADA beabsichtigt,
mit pharmexx vertraglich eine Arbeitsplatzgarantie zu vereinbaren, wobei
alle betroffenen Außendienst-Mitarbeiter, die dem Betriebsübergang im
Rahmen der gesetzlichen Frist von einem Monat nicht widersprechen, bei
pharmexx weiter beschäftigt und für ein Jahr vor betriebsbedingten
Kündigungen geschützt werden sollen. Andere deutsche
STADA-Vertriebsgesellschaften, insbesondere die traditionell ohne
Außendienst agierende Generika-Vertriebslinie ALIUD PHARMA GmbH & Co. KG
sowie die auf Markenprodukte fokussierte STADA GmbH, sind von der
vorgesehenen Restrukturierung nicht betroffen.
Anlass der Restrukturierung sind nachhaltige Veränderungen der Strukturen
im deutschen Generika-Markt durch das zum 01.04.2007 in Kraft getretene
Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung
(GKV-WSG). Damit spielen für das deutsche Generika-Geschäft des Konzerns
(Umsatz im 1. Halbjahr 2007 insgesamt 236,9 Mio. EUR, davon insgesamt 129,9
Mio. EUR von STADApharm und STADA Medical vertrieblich betreuter Umsatz)
zunehmend die Art und die Höhe der den einzelnen Krankenkassen gewährten
Rabatte sowie die Auswahl der Apotheke unter konkurrierenden Produkten mit
Rabattvertrag die zentrale vertriebliche Rolle, während die Bedeutung der
ärztlichen Produktauswahl und der darauf ausgerichteten Vertriebsmaßnahmen
stark abnimmt.
Ziel der heute eingeleiteten Restrukturierung ist es, durch Anpassung der
Vertriebsstrukturen an die veränderten Nachfrage-Mechanismen die fixen
Vertriebskosten des deutschen Generika-Geschäfts im STADA-Konzern
nachhaltig zu reduzieren. Ungeachtet zu erwartender Belastungen der
umsatzbezogenen Bruttomarge durch bestehende und zukünftige Rabattverträge
soll damit das deutsche Generika-Geschäft auch in Zukunft seinen
signifikanten Anteil zum operativen Ergebnis des STADA-Konzerns beitragen
können. Die aktuellen tief greifenden Veränderungen der Strukturen des
deutschen Generika-Marktes werden damit aus her www.stada.de.
28.09.2007 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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