Deutsche Bank AG / Quartalsergebnis
04.09.2007
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank, spricht
heute auf einer Banken-Konferenz in Frankfurt am Main über die
'US-Sub-Prime'-Krise. In Hinblick auf die Auswirkungen der Marktturbulenzen
auf die Deutsche Bank und die Branche sagt er:
'Wie wir bei der Kommunikation unseres Ergebnisses für das 2. Quartal
gesagt haben, waren wir zufrieden mit der Geschäftsentwicklung im Juli.
Auch mit Blick auf den August sind wir mit der Entwicklung unserer stabilen
Geschäftsfelder (Private & Business Clients, Asset Management, Private
Wealth Management und Global Transaction Banking) zufrieden. Im Bereich
Sales & Trading und Corporate Finance verzeichneten wir in unserem
Kundengeschäft ebenfalls gute Umsätze. Dank unseres strikten
Risikomanagements hatten wir zudem die Kreditrisiken gut unter Kontrolle.
Gleichwohl kann es nicht überraschen, dass die Marktturbulenzen im Monat
August auch die Deutsche Bank, insbesondere im Sales & Trading und
Corporate Finance, beeinträchtigt haben. Die aufgrund der
Liquiditätsverknappung teilweise erheblichen Preiskorrekturen spiegeln sich
in der Mark-to-Market-Bewertung unserer Positionen im Handelsbuch sowie im
Leveraged Loan Book wider. Die zukünftige Bewertung der Bestände ist
abhängig von der weiteren Marktentwicklung.
In den letzten Tagen zeichnet sich der Beginn einer Stabilisierung der
Märkte ab. Die Liquidität beginnt zurückzukommen, aber sicherlich wird die
Abwicklung aufgestauter Positionen noch einige Zeit in Anspruch nehmen.
Trotz der Ausweitung der Spreads und der Bevorzugung von Kurzläufern war
die Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln für die Deutsche Bank in den
letzten Wochen kein Problem.
Zusammengefasst: Es mag einige Zeit dauern, bis das Finanzsystem die
Auswirkungen der 'US-Sub-Prime'-Krise verdaut hat. Vor dem Hintergrund des
dargestellten relativen Ausmaßes des Problems und des beherzten Handelns
von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden bleibe ich jedoch optimistisch für
das Geschäftsumfeld der Branche weltweit.'
Ackermann erklärt außerdem, dass die Deutsche Bank in der Aggregation ihrer
Bücher dem Risiko einer weiteren Verschlechterung bei
'US-Sub-Prime'-Hypotheken nicht ausgesetzt ist. Der Commercial
Paper-Bestand in von der Deutschen Bank gesponsorten Conduits beträgt
aktuell 32 Mrd Euro, wobei Commercial-Paper-Investoren in Deutsche Bank
Conduits kein 'US Sub-Prime'-Exposure haben. Im Bereich Leverage Finance
belaufen sich die Kreditzusagen im Zusammenhang mit
Financial-Sponsor-Transaktionen auf 29 Mrd Euro.
Die vollständige Präsentation kann unter
http://www.deutsche-bank.de/presse/ im Internet abgerufen werden.
04.09.2007