Fernheizwerk Neukölln AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37 WpHG
11.05.2007
Zwischenmitteilung nach § 37 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Zwischenbericht
über die Geschäftsentwicklung von Januar bis März 2007
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre!
Über die Entwicklung der Fernheizwerk Neukölln Aktiengesellschaft in den
ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2007 geben wir folgenden
Zwischenbericht:
Vertrieb: Neukundengewinnung wie erwartet
Die Fernwärmenachfrage hält weiterhin an. Bis März konnten bereits 4 neue
Verträge mit einem Gesamtpotenzial von 0,7 MW abgeschlossen und ebenfalls 4
Anlagen an das Fernwärmenetz angeschlossen werden, weitere 12 Anlagen
befinden sich derzeit im Bau. Den Neuanschlüssen standen
Anschlusswertreduzierungen wegen bei Kunden vorgenommener
Wärmedämmmaßnahmen von 0,1 MW sowie Anschlusswerterhöhungen von ebenfalls
0,1 MW gegenüber.
Damit lag der Gesamtanschlusswert bei rd. 218 MW, was rechnerisch dem
Wärmebedarf von etwa 34.500 Wohnungen entspricht.
Absatz: 22 % weniger Wärmeverkauf
Wegen des sehr warmen I. Quartals des Jahres lag der Wärmeabsatz mit rd.
121 GWh um rd. 22% unter dem Vorjahr. Dabei lagen die Temperaturen im I.
Quartal des Vorjahres rd. 15% über und im I. Quartal dieses Jahres rd. 16%
unter dem Durchschnitts- bzw. Referenzjahr.
Umsatz: Deutlich unter Vorjahresniveau
Bei gestiegenen Wärmepreisen reduzierte sich der Umsatz aus dem
Wärmeverkauf auf 6,4 Mio.EUR und lag damit um 1,0 Mio. EUR (-13%)
unter
dem des Vorjahreszeitraums. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass sich die
Wärmeerlöse zu je etwa 50% aus verbrauchsunabhängigen Komponenten
(Grundpreis und Anschlusskostenbeiträge) und verbrauchsabhängigen
Komponenten (Arbeitspreis bzw. verkaufte Wärmemenge) zusammensetzen.
Da wir in 2007 erstmalig nennenswerte Erträge aus der nach dem Erneuerbare
Energie Gesetz vergüteten Stromeinspeisung erzielten, reduzierte sich der
Gesamtumsatz nur um 9,5% auf 6,7 Mio.EUR.
Materialaufwand: Bedarfsgerecht erhöht
Der Materialaufwand für Brennstoffe, Wärme- und Strombezug sank um 0,3
Mio.EUR (-9,7%). Die geringeren Brennstoff- und Wärmebezugskosten aus dem
Wärmegeschäft wurden teilweise durch den gegenüber dem Vorjahr neuen
Brennstoffbedarf für die pflanzenölbetriebenen BHKW kompensiert.
Rohertrag: Witterungsbedingt gesunken
Der im Vergleich zu den Materialkosten deutlich stärkere Umsatzrückgang
führte zu einer Rohertragssenkung um 0,4 Mio.EUR (-9,4%).
Investitionen: Geplante Mittel eingesetzt
In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2007 wurden Investitionen
von 0,4 Mio.EUR realisiert. Schwerpunkte waren dabei der weitere Ausbau des
Leitungsnetzes Neukölln und die Montage von Übergabestationen bei
Neukunden.
Beschäftigung: Personalbestand stabil
Ende März waren in unserem Unternehmen 35 Mitarbeiter incl. 2 Auszubildende
tätig.
Operatives Ergebnis: Deutlich unter dem Vorjahr jedoch günstiger als
geplant
Bei gestiegenen Abschreibungen und periodisch geringeren sonstigen
betrieblichen Erträgen ergeben sich bezogen auf die Gewinn- und
Verlustrechnung deutliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Das
operative Ergebnis sank im ersten Quartal um 0,8 Mio.EUR bzw. 24% auf
insgesamt 2,5 Mio.EUR .
Aufgrund der extremen Witterungsentwicklung bezogen auf den
Vergleilen Geschäftsentwicklung von einem mit ca. 21,0 Mio.EUR steigenden
Jahresumsatz aus , der damit rd. 7,9% über dem Vorjahr liegt.
Bezogen auf die für das gesamte Jahr 2007 geplanten operativen Ertragsziele
ergibt sich derzeit jedoch eine hochgerechnete negative Abweichung von
-15%. Neben dem voraussichtlich geringeren Rohertrag werden die geplanten
Erlöse aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten fast vollständig ausbleiben, da
sich ein Kursniveau von deutlich unter 1,00 EUR verstetigt hat. Zusätzliche
Sondereffekte wie in 2006 aus Erstattung für Körperschaftssteuerguthaben
und Mineralölsteuern für Vorjahre werden außerdem ausbleiben. Insofern wird
sich das Jahresergebnis deutlich unterhalb des herausragenden Jahres 2006
bewegen.
Trotz schwieriger Randbedingungen erwarten wir derzeit ein Ergebnis in 2007
mit einer guten Umsatzrendite vor Steuern in der Größenordnung von etwa 24%
(Vorjahr 33,2%).
Berlin, den 11. Mai 2007
Fernheizwerk Neukölln Aktiengesellschaft
Der Vorstand
DGAP 11.05.2007
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Sprache: Deutsch
Emittent: Fernheizwerk Neukölln AG
Weigandufer 49
12059 Berlin Deutschland
www: www.fhw-neukoelln.de
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
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