Kampa AG / Strategische Unternehmensentscheidung
02.10.2007
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Das heute in zwölf Gesellschaften an vierzehn Standorten organisierte
Baugeschäft der KAMPA AG soll gebündelt werden: Die Fertighausaktivitäten
werden dann europaweit unter der bekannten Marke KAMPA betrieben. Die
Produktion soll in Deutschland auf die beiden modernen Werke in Steinheim
und Ziesar konzentriert werden. In Folge sollen die manuellen
Fertigungsstätten in Kinding, Minden und Waltershausen geschlossen werden.
Der Sitz der KAMPA AG und der Hausbau-Finanz GmbH verbleibt in Minden. Als
Folge der Maßnahmen entfallen circa 230 Arbeitsplätze.
Minden, 2. Oktober 2007. Im Rahmen der Wachstumsstrategie 2007+ haben
Vorstand und Aufsichtsrat der KAMPA AG heute weitere Beschlüsse zur
Optimierung der Kostenstruktur des Konzerns verabschiedet.
Es ist geplant, die Produktion im Fertigbau in Deutschland auf die modernen
Standorte Steinheim (Baden-Württemberg) und Ziesar (Brandenburg) zu
konzentrieren. Der Standort Siegendorf (Burgenland, Österreich) dient der
Ausweitung des Geschäftes nach Südosteuropa. Die Werke in Waltershausen
(Thüringen), Kinding (Bayern) und in Minden (Nordrhein-Westfalen) sollen
zum Jahresende 2007 geschlossen werden. Des Weiteren soll ein Teil der
Dienstleistungen, die bislang in der AG für die Konzerngesellschaften
geleistet wurden, künftig in der neuen KAMPA-Organisation erbracht werden.
Der Sitz der AG verbleibt in Minden. Als Reaktion auf die schwache
Marktentwicklung soll auch die Anzahl der in der Montage tätigen
Mitarbeiter verringert werden.
Als Folge der Maßnahmen entfallen insgesamt circa 230 Arbeitsplätze. Die
Umsetzung und Ausgestaltung der vorgenannten Maßnahmen wie auch des
geplanten Personalabbaus mit den jeweils konzernweiten Auswirkungen
unterliegen noch dem Zustimmungsvorbehalt der zuständigen
Arbeitnehmervertretungen. Die Gespräche zum Interessenausgleich und
Sozialplan werden unverzüglich aufgenommen.
Die Neuorganisation ist die logische Fortsetzung aus der am 16. August 2007
verabschiedeten Ein-Marken-Strategie. Diese zielt auf einen profitablen
Wachstumskurs auch unter schwachen Marktverhältnissen und stellt zugleich
eine angemessene Reaktion auf den jüngsten drastischen Einbruch der
Inlandsnachfrage im Einfamilienhausbau dar.
Wie bereits in der Ad-hoc-Meldung vom 16.8.2007 ausgeführt, werden die
beschriebenen Maßnahmen kurzfristig das Ergebnis erheblich belasten.
Insgesamt rechnet der Vorstand für 2007 deshalb mit einem negativen
Jahresergebnis in zweistelliger Millionenhöhe. Auch 2008 werden sich die
Maßnahmen noch belastend auswirken, dennoch wird ein ausgeglichenes
Ergebnis erwartet. In 2009 wird mit einem deutlich positiven Ergebnis
gerechnet.
Der Vorstand
02.10.2007